Hilfe & FAQ
Eine Frage. Eine klare Antwort.
Alles zu GPS, externen Empfängern, Fahrt-, Sprint-, Distanz- und Rundenzeiten sowie Apple Watch, Garage, Export und Backups. Die Antworten stammen direkt aus dem Nachschlagewerk der App.
Generelles zur App
Was ist kostenlos und was gehört zur Vollversion?
Kostenlos bleiben die normale Fahrtaufzeichnung mit iPhone-GPS, Live-Werte und Fahrtstatistik sowie die Sprintmessung 0–100 km/h bzw. 0–60 mph. Ebenfalls kostenlos sind eine Garage mit einem Fahrzeug, Apple-Watch-Fernbedienung, das optionale Race Training mit Puls, Live Activity, Benennen und Löschen von Fahrten, die Kartenansicht, Race Summary und der Import vorhandener Track4Facts-Backups. Bereits gespeicherte Daten werden durch die Sperre nicht gelöscht.
Die Vollversion schaltet den kompletten Runden-/Rennmodus mit Strecken, Start-/Ziellinie, Sektoren, Live-Delta und Rundenzeiten frei. Dazu kommen Distanzmessungen, eigene Sprintbereiche, externe Bluetooth-GPS-Empfänger, die übrigen Diagramme, Replay, GPX-/CSV-Export, vollständiger Backup-Export und weitere Fahrzeuge in der Garage. Es handelt sich um einen einmaligen Kauf ohne Abo; frühere Käufer der kostenpflichtigen App behalten die Vollversion automatisch.
Was zeichnet die App während einer Fahrt auf?
Nach dem Start zeichnet Track4Facts die Fahrt im Hintergrund weiter auf – auch bei gesperrtem Bildschirm. Aus gültigen GPS-Punkten entstehen Geschwindigkeit, Top-Speed, Strecke und Durchschnittsgeschwindigkeit. Zusätzlich werden Fahrtdauer, Stopps und bei ausreichender vertikaler Genauigkeit die Höhendifferenz ermittelt.
Sprintmessungen laufen parallel zur normalen Fahrtaufzeichnung; in der Vollversion gilt das auch für die aktivierten Distanzziele. Welche Messwerte du gerade auf dem Bildschirm ansiehst, ändert nicht, was für die laufende Fahrt gemessen wird. Im Rundenmodus kommen die abgeschlossenen Runden und – sofern vollständig erfasst – ihre Sektorzeiten hinzu. Ist das optionale Race Training auf einer gekoppelten Apple Watch aktiviert und Health freigegeben, werden außerdem zeitlich zugeordnete Herzfrequenzwerte gespeichert.
Muss eine Aufzeichnung im Stillstand gestartet werden?
Nein. Eine normale Fahrt kann auch begonnen werden, wenn sich das Fahrzeug bereits bewegt. Sobald mehrere zusammenhängende und plausible GPS-Punkte Bewegung bestätigen, aktualisiert die App Geschwindigkeit, Strecke, Top-Speed und die übrigen Fahrtdaten.
Nur Messungen, die einen echten Start aus dem Stand voraussetzen – zum Beispiel 0–100 km/h oder eine Distanz ab 0 – bleiben gesperrt, bis die App während derselben Aufzeichnung einen stabilen Stillstand erkannt hat.
Was unterscheidet iPhone-GPS, XGPS und Dragy Lite?
Das iPhone-GPS benötigt kein Zusatzgerät und kommt über Core Location. Es liefert Track4Facts Position, GPS-Geschwindigkeit und normalerweise horizontale, vertikale, Geschwindigkeits- und Kursgenauigkeit. Die Abtastrate ist dabei systemgesteuert und typischerweise niedriger bzw. variabler als bei einem externen Performance-Empfänger. Core Location nennt der App keine Satellitenzahl oder pDOP.
Unterstützt werden die Bluetooth-Empfänger XGPS150, XGPS160 und Dragy Lite. XGPS liefert einen 2D-/3D-Fix, Geschwindigkeit, Kurs, Akku und gegebenenfalls WAAS/DGPS. Das verwendete XGPS-SDK stellt jedoch nicht für jeden Messpunkt einzelne Genauigkeitswerte, Satellitenzahl oder pDOP bereit; diese Diagnosefelder dürfen deshalb „–“ zeigen. Dragy Lite liefert zusätzlich horizontale und vertikale Genauigkeit, Geschwindigkeits- und Kursgenauigkeit, Satellitenzahl und pDOP. Für Dragy Lite sind in der GPS-Diagnose 10, 20 oder 25 Hz wählbar.
Die in den Einstellungen gesetzten Grenzwerte für Positions- und Geschwindigkeitsgenauigkeit gelten beim iPhone und bei Dragy, weil beide diese Werte liefern. Bei XGPS prüft Track4Facts stattdessen den gültigen Fix, Messalter, Kontinuität und Plausibilität der Werte. Eine höhere Abtastrate kann Schwellen- und Linienüberfahrten zeitlich feiner auflösen, ist aber nicht automatisch genauer: Empfang, Antennenposition, Satellitengeometrie, Reflexionen und Fix-Qualität bleiben entscheidend.
Wann übernimmt ein externer Bluetooth-Empfänger?
Externe GPS-Empfänger gehören zur Vollversion. XGPS150 bzw. XGPS160 müssen mit dem iPhone verbunden sein; nach einem eingeschalteten Dragy Lite sucht die App automatisch und verbindet ihn auch nach einer Unterbrechung erneut. War der Dragy noch nicht für den Performance-Betrieb eingerichtet, kann die einmalige GNSS-Konfiguration mit Neustart ungefähr 45 Sekunden dauern. Verwende nur einen externen Empfänger gleichzeitig.
Die Quelle wird beim Start einer Fahrt festgelegt. Ist dann ein unterstützter Empfänger verbunden und die Vollversion aktiv, verwendet Track4Facts dessen GPS; andernfalls bleibt das iPhone-GPS aktiv. Ein erst während der Fahrt verbundener Empfänger übernimmt aus Sicherheitsgründen erst bei der nächsten Aufzeichnung. Fällt der aktive externe Empfänger während einer Fahrt aus, wechselt die normale Fahrtaufzeichnung auf das iPhone zurück; eine gerade laufende Sprint- oder Distanzmessung wird unterbrochen, damit keine Zeit zwischen zwei verschiedenen Sensoren interpoliert wird.
Das Quellenlabel unter dem Aufnahmeknopf zeigt vor und während der Fahrt, welche Quelle tatsächlich aktiv ist. Die Apple Watch ist nur Anzeige und Fernbedienung und ändert diese Auswahl nicht.
Was bedeuten die GPS-Farbe und die GPS-Diagnose?
Die GPS-Anzeige unter dem Aufnahmeknopf ist auch ohne laufende Aufzeichnung aktiv. Tippe sie an, um Quelle, Messalter, Position, Genauigkeiten, Geschwindigkeit, Kurs, Fix-Qualität und – bei einem externen Empfänger – dessen Akku zu prüfen. Nur bei Dragy Lite erscheinen zusätzlich die wählbare Update-Rate sowie die von ihm gelieferten Satelliten- und pDOP-Werte.
Grün bedeutet, dass ein aktueller, für die aktive Quelle verwendbarer Positions- und Geschwindigkeitsfix vorliegt. Gelb weist auf einen vorhandenen, aber eingeschränkten oder noch nicht aktuellen Fix hin. Beim iPhone kann die Anzeige rot bzw. nicht verfügbar sein, wenn die Ortungsberechtigung fehlt oder noch kein Fix vorliegt; bei einem verbundenen externen Empfänger bleibt das kompakte Quellenlabel während der Fix-Suche eingeschränkt. Die Detailanzeige benennt, ob Position, Geschwindigkeit, Genauigkeit oder Aktualität fehlt.
Ein „–“ bedeutet, dass die aktive Quelle diesen Wert nicht bereitstellt; es ist weder ein Messwert von null noch automatisch ein Defekt. Das ist beim iPhone für Satellitenzahl und pDOP normal und bei XGPS zusätzlich für mehrere Einzelgenauigkeiten. Dragy Lite übermittelt diese Werte, sofern der jeweilige Fix sie enthält. Für die Entscheidung zählt deshalb immer die quellenabhängige Fix-Prüfung, nicht die bloße Anzahl ausgefüllter Zeilen.
Warum zeigt GPS im Stand manchmal 1–3 km/h?
GNSS-Positionen sind statistische Schätzungen. Selbst bei einem unbewegten Empfänger verändern Satellitengeometrie, atmosphärische Laufzeitfehler und reflektierte Signale die berechnete Position. Aus kleinen Positionsänderungen kann deshalb eine scheinbare Geschwindigkeit von wenigen km/h entstehen. Das gilt für das iPhone genauso wie für externe Empfänger.
Track4Facts verwendet eine Hysterese: Ein einzelner niedriger Wert entscheidet nicht über Stillstand oder Bewegung. Beim iPhone werden aufeinanderfolgende Geschwindigkeiten, Wegänderung, horizontale Genauigkeit und verfügbare Bewegungsinformationen gemeinsam klassifiziert. XGPS und Dragy Lite verwenden kurze, zeitbasierte Bestätigungsfenster für ihre schnellere Datenfolge; Dragy-Genauigkeiten werden zusätzlich gegen die eingestellten Grenzwerte geprüft. Bestätigter Stillstand wird für Anzeige und 0–X-Logik auf 0 normalisiert, während die originalen Zeitstempel für die spätere Interpolation erhalten bleiben.
Beim iPhone bleiben echte gemeldete niedrige Geschwindigkeiten während des Abbremsens sichtbar, auch wenn der Stopp noch nicht bestätigt ist. Externe Empfänger puffern die kurze Bestätigungsfolge beim Übergang, bevor sie den Zustand wechseln. Dadurch reagieren Quellen mit sehr unterschiedlicher Abtastrate stabil, ohne einen einzelnen Rauschwert als Start oder Stopp zu werten.
Wie erkennt die App einen Stopp?
Die 3-km/h-Toleranz ist für alle Quellen gleich, die Bestätigung berücksichtigt aber deren Datenart und Abtastrate. Beim iPhone bestätigen mindestens zwei niedrige, räumlich stabile GPS-Punkte den Übergang von Bewegung zu Stillstand. Echte niedrige Geschwindigkeiten bleiben währenddessen sichtbar. XGPS und Dragy Lite bestätigen niedrige Werte über ein kurzes Zeitfenster mit mehreren plausiblen Messpunkten. Erst der bestätigte Übergang erhöht den Stopp-Zähler, setzt den Messwert auf den kanonischen Stillstand und kann einen neuen Versuch scharf machen.
Track4Facts fordert während einer Aufzeichnung fortlaufend Positionen an – auch im Stand. Meldet Core Location ausnahmsweise keine Geschwindigkeit, können mehrere eng beieinanderliegende iPhone-Positionen über mindestens zwei Sekunden einen Stillstand herleiten. Dieser Rückfall darf die Distanzmessung neu scharf machen, aber keinen 0–X-Sprint starten. Externe Empfänger müssen dagegen einen gültigen Geschwindigkeitsfix liefern.
Bestätigte iPhone-Stillstandspunkte bleiben als Diagnose in Route und Export erhalten. Bei externen Hochraten-Empfängern begrenzt die Einstellung „Alle Punkte externer Empfänger speichern“, wie dicht deren gültige Punkte dauerhaft gespeichert werden; die Live-Messung verarbeitet unabhängig davon die eingehende Datenfolge.
Wie funktionieren km/h, mph, Kilometer und Meilen?
Unter Einstellungen kannst du die Systemeinheit des iPhones übernehmen oder Metrisch bzw. Imperial fest wählen. Eingaben, Tacho, Strecken und Ergebnislisten erscheinen anschließend in km/h und Metern/Kilometern oder in mph und Fuß/Meilen.
Intern speichert Track4Facts Geschwindigkeiten immer in km/h und Entfernungen in Metern. Ein späterer Einheitenwechsel verändert deshalb keine gespeicherten Messdaten, sondern nur deren Darstellung.
Was bedeuten grün, gelb und ein ungültiger Versuch?
Die Qualitätsstufe beschreibt die Vertrauenswürdigkeit der Eingangsdaten, nicht die Fahrleistung. Grün bedeutet, dass Genauigkeit, zeitliche Abstände und Plausibilitätsprüfungen im guten Bereich lagen. Gelb kennzeichnet ein rechnerisch gültiges Ergebnis, dessen Unsicherheit durch eine größere Messlücke oder eingeschränkte Fix-Qualität erhöht ist. Die ungünstigste Teilqualität eines Versuchs bestimmt dessen Gesamtstufe.
Ein fehlender Wert ist kein numerisches Nullergebnis. Er bedeutet, dass die Messbedingungen nicht vollständig erfüllt waren – etwa Ziel nicht erreicht, kein bestätigter Stillstand, Startschwelle nicht von unten durchfahren, Datenlücke, abgelehnter Fix oder unplausibler Sprung. Status und Fehlergrund werden mit der Fahrt gespeichert.
Wie genau sind die Werte?
Messunsicherheit besitzt mindestens zwei Komponenten: räumliche Unsicherheit der Position und zeitliche Unsicherheit durch die Abtastrate. Plausibilitätsfilter reduzieren grobe Ausreißer; Bestätigungsfenster stabilisieren Zustandswechsel; lineare Interpolation reduziert den systematischen Rundungsfehler, der entstünde, wenn stets erst der nächste GPS-Punkt als Schwelle gezählt würde. Diese Verfahren verbessern die Schätzung, erzeugen aber keine Information, die der Empfänger nicht gemessen hat.
Ergebnisse bleiben abhängig von Empfang, Antennenlage, Himmelssicht, Gerät und Aktualisierungsrate. Tunnel, Häuserschluchten, Reflexionen und lange Messlücken erhöhen die Unsicherheit. Die App ist kein amtlich geeichtes Messgerät. Für vergleichbare Versuche dieselbe Quelle und Montageposition verwenden, unter ähnlichen Bedingungen messen und die gespeicherte Qualitätsstufe berücksichtigen.
Was muss ich während der Fahrt beachten?
Smartphone vor Fahrtbeginn sicher befestigen, ohne Sicht, Bedienung oder Airbags zu beeinträchtigen. Die App während der Fahrt nicht bedienen. Performance-Messungen nur auf privaten, abgesperrten oder für die jeweiligen Fahrmanöver ausdrücklich freigegebenen Strecken und Flächen durchführen.
Keine Messung erzwingen: Verkehrsregeln, Sicherheit sowie Sicht-, Wetter- und Verkehrsverhältnisse haben immer Vorrang.
Sprint
Wie funktioniert eine 0–X-Sprintmessung?
Starte die Aufzeichnung im Stillstand und warte auf „Bereit“. Eine vorherige Fahrt ist nicht erforderlich und der Stopp-Zähler muss nicht auf 1 stehen. Er zählt einen später erkannten Übergang von Bewegung zu Stillstand und ist von der Sprintbereitschaft unabhängig.
Eine 0–X-Messung ist eine Zustandsmaschine mit den Phasen Warten, Bereit, Lauf und Ergebnis. Bereit wird sie erst nach einer bestätigten Stillstandsfolge innerhalb der 3-km/h-Toleranz. Die Anzeige von 0 km/h allein genügt nicht: Zusätzlich muss ein aktueller, für die aktive GPS-Quelle ausreichend zuverlässiger Geschwindigkeitsfix vorliegen. Bleibt „Auf Stillstand warten“ trotz 0 km/h sichtbar, öffne die GPS-Diagnose. Prüfe beim iPhone Messalter, horizontale Genauigkeit, Geschwindigkeit und Geschwindigkeitsgenauigkeit; bei XGPS bzw. Dragy außerdem Quelle, 2D-/3D-Fix und Kontinuität. Nicht gelieferte XGPS-Einzelgenauigkeiten dürfen als „–“ erscheinen.
Beim Übergang vom letzten Stillstandspunkt zum ersten gültigen Bewegungswert wird der Zeitpunkt der 3-km/h-Grenze linear interpoliert. Dieses t₀ ist der rechnerische Startanker; angezeigt wird der Start dennoch als 0. Beim Überschreiten der Zielgeschwindigkeit wird analog der Zielzeitpunkt geschätzt. Die Differenz beider Zeitpunkte ist die Sprintzeit. Pro Messbereich bleibt der schnellste gültige Versuch der Fahrt erhalten.
Wie funktionieren Bereiche wie 50–100 km/h?
Bei X–Y muss kein vollständiger Stillstand vorliegen. Der Bereich wird aber erst scharf, nachdem die App innerhalb der laufenden Fahrt eine gültige Geschwindigkeit unterhalb von X gesehen hat. Dadurch kann eine Aufzeichnung, die bereits oberhalb von X startet, keinen falschen 50–100-Wert erzeugen.
Beim Überschreiten von X beginnt die Zeit, beim Überschreiten von Y endet sie. Beide Zeitpunkte werden zwischen den gültigen GPS-Punkten interpoliert. Sinkt die Geschwindigkeit später wieder unter X, kann ein neuer Versuch beginnen.
Wie kann ich eigene Sprintbereiche festlegen?
Öffne im Sprint-Bildschirm rechts oben die Messbereich-Einstellungen. Dort kannst du Start- und Zielgeschwindigkeit hinzufügen, Werte löschen und die Reihenfolge ändern. Der Start muss kleiner als das Ziel sein; doppelte oder nicht plausible Bereiche werden abgelehnt.
In der Vollversion werden alle Bereiche der Liste bei jeder neuen Fahrt gemessen. Bis zu drei markierte Bereiche erscheinen live auf dem Sprint-Bildschirm, in der Reihenfolge der Liste. Ohne Vollversion wird abhängig von der Einheit ausschließlich 0–100 km/h bzw. 0–60 mph gemessen; weitere gespeicherte Bereiche bleiben erhalten und werden nach dem Freischalten wieder verwendet. Änderungen gelten ab der nächsten Fahrt und verändern keine laufende oder alte Aufzeichnung.
Warum sehe ich nur die schnellste Sprintzeit?
Innerhalb einer Fahrt kann ein Bereich mehrfach durchfahren werden. Track4Facts behält pro Bereich die schnellste gültige Zeit. Ein langsamerer späterer Versuch überschreibt den Bestwert nicht.
Beim Beenden der Fahrt werden alle damals konfigurierten Bereiche gespeichert – auch wenn ein Ziel nicht erreicht wurde. Dadurch bleibt später sichtbar, welche Messungen für diese Fahrt vorgesehen waren.
Warum wird zwischen GPS-Punkten interpoliert?
Ein Empfänger liefert diskrete Paare (t₁, v₁) und (t₂, v₂). Liegt eine Schwelle v* zwischen v₁ und v₂, verwendet Track4Facts innerhalb dieses kurzen Intervalls ein lineares Modell: t* = t₁ + (v* − v₁) / (v₂ − v₁) × (t₂ − t₁). Würde stattdessen pauschal t₂ verwendet, wären Schwellenzeiten abhängig von der Abtastphase systematisch verspätet.
Interpolation ist eine Schätzung unter der Annahme, dass sich die Geschwindigkeit zwischen den benachbarten, bereits plausibilisierten Punkten annähernd linear verändert. Sie reduziert den Abtastfehler, entfernt aber weder GPS-Rauschen noch Modellabweichungen bei stark nichtlinearer Beschleunigung. Große oder ungültige Zeitlücken werden deshalb nicht wie normale Intervalle behandelt.
Warum wurde ein Sprint nicht gewertet?
Häufige Gründe sind: kein stabiler Stillstand bei 0–X, X bei einer rollenden Messung nicht zuvor unterschritten, Ziel nicht erreicht, Abbremsen während des Versuchs, zu schlechte GPS-Genauigkeit, eine Messlücke oder ein unplausibler Geschwindigkeitssprung.
Unter Historie → Fahrt → Beschleunigungszeiten findest du jeden damaligen Bereich sowie Zeit, Qualitätsstufe oder den gespeicherten Fehlergrund.
Rundenrennen
Wie richte ich eine Strecke für ein Rundenrennen ein?
Der komplette Runden-/Rennmodus gehört zur Vollversion. Nach der Freischaltung kannst du eine neue Strecke am genauesten mit einer Einmessrunde erfassen oder den Verlauf mit dem Finger zeichnen. Die Start-/Ziellinie besitzt eine Fahrtrichtung; nur Überfahrten in dieser Richtung zählen.
Nach dem Speichern kannst du die Strecke benennen, später direkt auswählen sowie Start/Ziel und Sektoren bearbeiten. Eine gespeicherte Strecke erspart beim nächsten Trackday die erneute Einmessrunde.
Wann beginnt und endet eine Runde?
Die erste gültige Überfahrt der Start-/Ziellinie startet die Zeitmessung. Sie ist noch keine abgeschlossene Runde. Jede folgende Überfahrt in der festgelegten Richtung beendet die aktuelle Runde und startet unmittelbar die nächste.
Überfahrten mit weniger als zehn Sekunden Abstand werden als Rangieren oder GPS-Artefakt ignoriert. Auch GPS-Lücken von mehr als fünf Sekunden werden nicht überbrückt, damit ein Positionssprung keine erfundene Runde erzeugt.
Wie funktionieren Sektoren?
Sektoren teilen eine gespeicherte Strecke in Teilstücke. Setze die Sektorlinien auf den aufgezeichneten Streckenverlauf; die App richtet jede Linie automatisch quer zur Fahrtrichtung aus. Die Linien müssen während der Runde in ihrer Reihenfolge durchfahren werden. Der letzte Sektor führt von der letzten Sektorlinie zurück zu Start/Ziel.
Während der Fahrt zeigen die Kacheln die Sektoren mehrzeilig, wenn der Platz nicht für eine Reihe reicht. Grün kennzeichnet eine neue oder eingestellte Sektorbestzeit, Rot einen Rückstand.
Was zeigt die Live-Anzeige beim Rundenrennen?
Die große Zahl ist die laufende Rundenzeit. Dazu siehst du aktuelle Geschwindigkeit, gefahrene Rundenzahl, aktiven Sektor, beste und letzte Runde sowie die zuletzt abgeschlossenen Runden.
Sobald eine Referenzrunde vorhanden ist, vergleicht die Delta-Anzeige deine aktuelle Zeit am gleichen Punkt der gefahrenen Strecke mit der bisher besten Runde. Ein negatives grünes Delta bedeutet schneller, ein positives rotes Delta langsamer. Hoch- und Querformat ordnen die Sektorkacheln passend zum verfügbaren Platz neu an.
Warum fehlen bei einer Runde die Sektordaten?
Eine Runde erhält nur dann einen vollständigen Sektorsatz, wenn alle Sektorlinien in der vorgesehenen Reihenfolge erkannt wurden. Wird eine Linie wegen Streckenabweichung, zu schmaler Linie, GPS-Ungenauigkeit oder einer Messlücke verpasst, speichert Track4Facts die gültige Rundenzeit, aber bewusst keine unvollständige Sektorfolge.
Prüfe den Verlauf und die Linienbreite in der Streckenbearbeitung. Breitere Linien können bei schwankendem GPS helfen, sollten aber keine benachbarten Streckenteile schneiden.
Wie lese ich die Runden- und Sektorübersicht?
Über der Liste stehen die Bestzeit, die theoretische Bestzeit aus den schnellsten Sektoren und die Konstanz als Streuung der Rundenzeiten; ein Tipp auf eine Runde öffnet den Vergleich mit der Bestzeit.\n\nDie schnellste abgeschlossene Runde wird grün hervorgehoben. Das Delta jeder anderen Runde zeigt ihren Rückstand auf diese Bestzeit. Darunter stehen die Sektoren als eigene Kacheln.
Die schnellste gefahrene Zeit eines Sektors wird grün markiert – sie kann aus einer anderen Runde als die Gesamtrunden-Bestzeit stammen. Das Sektor-Delta vergleicht die jeweilige Kachel mit der schnellsten Zeit genau dieses Sektors. Fehlt ein kompletter Satz, weist die Runde ausdrücklich auf unvollständige Sektordaten hin.
Distanz
Wie wird die Zeit für eine Distanz gemessen?
Die Distanzmessung gehört zur Vollversion und wird nach bestätigtem Stillstand automatisch scharf. Zeit und Strecke beginnen am interpolierten Startpunkt aus dem Stand. Eine bereits bewegte Aufzeichnung erhält deshalb erst nach dem nächsten bestätigten Stillstand einen vergleichbaren Distanzversuch.
Für jedes gültige Intervall wird die Strecke numerisch aus der Geschwindigkeit integriert. Vereinfacht verwendet die App zwischen zwei Messpunkten die Fläche unter der Geschwindigkeits-Zeit-Kurve; die Geschwindigkeit wird dazu in m/s umgerechnet. Liegt eine Zieldistanz innerhalb eines Intervalls, werden Zielzeit und Zielgeschwindigkeit anteilig bestimmt. So müssen 100 m oder 400 m nicht zufällig exakt auf einen GPS-Zeitstempel fallen. Stillstand vor dem Ziel unterbricht den laufenden Versuch.
Werden nur die angezeigte Distanz oder alle Strecken gemessen?
Alle in den Distanz-Einstellungen aktivierten Strecken werden parallel gemessen – unabhängig davon, welche Zeile gerade ausgewählt ist. Die Auswahl bestimmt nur, welche Distanz in der großen Karte mit Zeit, Zielgeschwindigkeit und Fortschrittsbalken angezeigt wird.
Auch aktivierte Strecken oberhalb der ausgewählten Distanz bleiben Teil der Fahrtmessung. Die Messung endet, wenn die größte aktive Strecke erreicht wurde oder der Versuch unterbrochen wird.
Welche Distanzzeit wird gespeichert?
Nach jedem neuen bestätigten Stillstand kann automatisch ein weiterer Versuch beginnen. Für jede aktive Distanz behält Track4Facts innerhalb der laufenden Fahrt die jeweils schnellste gültige Zeit. Zu diesem Bestwert werden außerdem Zielgeschwindigkeit, genaue Uhrzeit des Erreichens und GPS-Qualität gespeichert.
Beim Stoppen der Aufzeichnung wird der komplette Satz aus erreichten und nicht erreichten Distanzen als Snapshot an die Fahrt geschrieben.
Wie aktiviere oder ergänze ich Distanzen?
Öffne im Distanz-Bildschirm rechts oben die Strecken-Einstellungen. Schalter legen fest, welche Zwischen- und Zielstrecken bei der nächsten Fahrt parallel gemessen werden. Tippe eine aktive Strecke an, um sie als große Zielanzeige auszuwählen.
Unter „Eigene Strecken verwalten“ kannst du Namen und Längen ergänzen. Die Eingabe folgt der in den allgemeinen Einstellungen gewählten Einheit, intern wird die Länge sicher in Metern gespeichert. Änderungen während einer laufenden Aufzeichnung verändern deren bereits eingefrorene Konfiguration nicht.
Warum startet Distanz nicht, wenn ich schon fahre?
Eine Zeit auf Strecke ist nur vergleichbar, wenn ihr Start eindeutig ist. Beginnt die Fahrtaufzeichnung bereits in Bewegung, laufen normale Fahrtdaten weiter, die Distanzmessung wartet jedoch auf den nächsten bestätigten Stillstand. Danach zeigt sie „Bereit“ und startet beim Losfahren automatisch.
Was zeigen Karte, Balken und Zwischenzeiten?
Die große Karte zeigt die schnellste Zeit der ausgewählten Zieldistanz, die Geschwindigkeit beim Erreichen und den Status des aktuellen Versuchs. Während der Fahrt füllt sich der Balken entsprechend der bereits integrierten Strecke.
Die Liste darunter zeigt alle aktiven Zwischen- und Zieldistanzen. Sobald eine Strecke erreicht wurde, erscheinen Bestzeit und Geschwindigkeit am jeweiligen Ziel; ein Strich bedeutet, dass diese Strecke im bisherigen Fahrtverlauf noch nicht gültig erreicht wurde.
Apple Watch
Was kann ich mit der Apple Watch steuern?
Die Watch-App kann die normale Fahrtaufzeichnung auf dem gekoppelten iPhone starten und stoppen. Nach dem Stoppen speichert das iPhone die Fahrt ohne Namensdialog; du kannst sie später in der Historie umbenennen.
Die Watch startet derzeit kein eingerichtetes Rundenrennen. Strecke, Start/Ziel und Sektoren werden im Rundenmodus auf dem iPhone gewählt und von dort gestartet.
Welche Werte zeigt die Apple Watch?
Vor dem Start zeigt die Watch die letzte gespeicherte Fahrt mit Strecke, Dauer und Top-Speed. Während der Aufzeichnung stehen Geschwindigkeit, Dauer, Top-Speed und Strecke im Vordergrund. Ein neu abgeschlossener Sprint aus den auf dem iPhone ausgewählten Live-Bereichen erscheint für einige Sekunden als große Ergebniskarte. Bei aktiviertem Race Training erscheint zusätzlich die aktuelle Herzfrequenz.
Nach dem Stoppen bestätigt die Watch die Speicherung und zeigt Strecke, Dauer, Top-Speed, Durchschnittsgeschwindigkeit, erreichte Sprintzeiten und – sofern gemessen – Durchschnitts- und Maximalpuls. Auf dem iPhone zeigt die Historie den Pulsverlauf; bei Rundenrennen außerdem den Durchschnitts- und Maximalpuls je Runde.
Verwendet die Apple Watch ihr eigenes GPS?
Nein. Das iPhone bleibt die einzige Mess- und Speicherquelle. Die Watch empfängt die Werte des iPhones und sendet Start-/Stoppbefehle. Deshalb gelten auch dort Einheit und Tachoskala des iPhones. Als GPS-Quelle dient das iPhone selbst oder – mit Vollversion und bereits vor dem Fahrtstart verbunden – ein XGPS150, XGPS160 oder Dragy Lite am iPhone. Die Watch koppelt sich nicht direkt mit dem Empfänger.
Was passiert, wenn die Verbindung zum iPhone fehlt?
Die Watch zeigt „Kein iPhone“, solange keine direkte Verbindung besteht. Ein Start- oder Stoppbefehl kann vorgemerkt werden und wird an das iPhone übertragen, sobald es wieder erreichbar ist. Bis das iPhone den Befehl bestätigt, solltest du nicht davon ausgehen, dass die Aufzeichnung bereits begonnen oder geendet hat.
Ortungsberechtigung und Speicherung liegen weiterhin auf dem iPhone. Ist dort die Ortung deaktiviert, kann die Watch keine Aufzeichnung starten.
Was ist Race Training und warum fragt die Watch nach Health-Zugriff?
Race Training ist optional und standardmäßig ausgeschaltet. Wenn du es in den Einstellungen aktivierst, startet die Watch zusammen mit einer normalen Fahrtaufzeichnung eine echte Trainingseinheit, hält die Live-Ansicht im Vordergrund und erfasst deinen Puls. Erst nach deiner Health-Freigabe darf sie die Herzfrequenz lesen und das Training in Apple Health speichern. Da Apple keine eigene Motorsport-Trainingsart anbietet, erscheint es dort als Training „Sonstiges“ mit dem Namen Track4Facts Race Training. Wird die Fahrt verworfen, wird auch kein Training gespeichert.
Die Pulswerte werden anhand ihrer Zeitstempel der passenden Track4Facts-Fahrt und bei einem Rundenrennen den einzelnen Runden zugeordnet. Sie bleiben lokal in der App und sind standardmäßig von Exporten ausgeschlossen. Nur nach deiner separaten ausdrücklichen Freigabe unter Einstellungen → Datensicherung & Export werden sie in zukünftige Backups und Wegpunkte-CSV aufgenommen. GPX und Bewegungs-CSV bleiben immer ohne Puls. Ohne Aktivierung oder Health-Freigabe funktionieren Rennaufzeichnung und Watch-Fernbedienung weiterhin vollständig; es gibt dann nur keine Pulsmessung und watchOS kann die App nach der üblichen Zeit verlassen. Das Training verbraucht spürbar mehr Watch-Akku.
Auto, Anzeige & Daten
Was zeigt die Live Activity auf Sperrbildschirm und Dynamic Island?
Während einer laufenden Aufzeichnung zeigt die Live Activity Aufnahmedauer, aktuelle Geschwindigkeit, Strecke und Top-Speed. Sie übernimmt automatisch die am iPhone gewählte Einheit und endet zusammen mit der Aufzeichnung.
Live Activities müssen in iOS für Track4Facts erlaubt sein. Wird eine Fahrt von der Apple Watch gestartet, während Track4Facts nicht im Vordergrund ist, kann iOS die Live Activity zunächst ablehnen; beim nächsten Öffnen der iPhone-App wird sie für die bereits laufende Fahrt nachgeholt.
Welche Ergebnisse kann die App während der Fahrt ansagen?
Aktiviere unter Einstellungen „Ergebnisse ansagen“. Darunter lässt sich je Ansageart einzeln festlegen, ob Höchstgeschwindigkeit, Beschleunigungszeiten und Rundenzeiten angesagt werden; „Ansage anhören“ spricht für jede aktivierte Art einen Beispielsatz mit der aktuellen Stimme, ohne dass dafür eine Fahrt nötig ist. Im Rundenmodus nennt Track4Facts nach jeder gültigen Runde die Rundenzeit. Danach hörst du, ob es die erste oder eine neue Bestzeit ist, ob die Bestzeit eingestellt wurde oder wie viele Sekunden die Runde dahinterlag. Verglichen wird immer mit der besten Runde, die vorher bereits feststand.
Im Sprintmodus werden weiterhin ein neuer Top-Speed und neue Bestzeiten der bis zu drei gewählten Beschleunigungsbereiche angesagt. Andere Audios werden dabei nur leiser gestellt. Stimme und Aussprache stammen von iOS. Eine unter Einstellungen → Bedienungshilfen → Gesprochene Inhalte geladene hochwertige Stimme klingt meist natürlicher.
Wozu dient die Garage?
In der Garage kannst du Fahrzeuge mit Foto, technischen Daten, Farbe und Kennzeichen anlegen. Ein vollständiger Fahrzeugeintrag ist kostenlos; weitere Fahrzeuge benötigen die Vollversion. Bereits vorhandene oder aus einem Backup importierte Fahrzeuge bleiben sichtbar. Das aktive Fahrzeug wird neuen Aufzeichnungen zugeordnet; vor dem Start lässt sich die Auswahl ändern. Bereits gespeicherte Fahrten können nachträglich einem anderen Fahrzeug oder keinem Fahrzeug zugeordnet werden.
Die Fahrzeugseite bündelt Fahrten, Gesamtstrecke, Fahrzeit, Top-Speed sowie Beschleunigungs- und Distanzbestwerte. Das Löschen eines Fahrzeugs löscht keine Fahrten, sondern entfernt nur deren Zuordnung.
Wie teile oder exportiere ich Ergebnisse?
Öffne eine Fahrt in der Historie. Die Race-Zusammenfassung als 4:5-Bild und die teilbare Fahrzeugkarte sind direkt verfügbar. Der Export von Rohdaten als GPX, Wegpunkt-CSV und Bewegungs-CSV gehört zur Vollversion und erscheint nur sinnvoll, wenn die entsprechenden Daten vorhanden sind.
Pulsdaten sind standardmäßig ausgeschlossen. Aktivierst du nach dem Warnhinweis unter Einstellungen → Datensicherung & Export ausdrücklich „Herzfrequenz in Backup & Wegpunkte-CSV“, erhält ausschließlich die Wegpunkte-CSV passende Herzfrequenzwerte mit Zeitbezug. GPX und Bewegungs-CSV bleiben ohne Puls. Es findet kein automatischer Upload statt. Daten verlassen das Gerät nur, wenn du selbst eine Teilen- oder Exportaktion auswählst.
Was enthält eine Track4Facts-Datensicherung?
Unter Einstellungen kannst du alle Fahrten samt GPS- und Bewegungsdaten, Rundenresultaten, Garage und unterstützten App-Einstellungen in einer .track4facts-Datei sichern. Pulsdaten sind standardmäßig ausgeschlossen und werden nur nach deiner separaten ausdrücklichen Freigabe in zukünftige Backups aufgenommen. Diese Freigabe selbst wird nicht gesichert oder auf einem anderen Gerät wiederhergestellt. Beim Import werden enthaltene Pulswerte lokal der Fahrt zugeordnet; bereits vorhandene Fahrten werden erkannt und übersprungen. Ältere Sicherungsformate bleiben lesbar.
Gespeicherte Streckenlayouts für den Rundenmodus sind derzeit nicht Teil der Sicherungsdatei. Der Backup-Export gehört zur Vollversion, ein vorhandenes Backup kann jedoch unabhängig davon wieder importiert werden.
Historie
Was wird zu jeder Fahrt gespeichert?
Gespeichert werden unter anderem Start und Ende, Route, gültige GPS-Punkte, Geschwindigkeit, Strecke, Top-Speed, Stopps und Höhenwerte. Dazu kommen die Sprint- und Distanz-Snapshots dieser Fahrt mit Messbereichen, Ergebnissen, Qualität und Fehlergründen. Bei einem Rundenrennen werden außerdem die abgeschlossenen Runden und vorhandenen Sektorzeiten gespeichert.
Alle kanonischen Werte liegen metrisch in der Datenbank. Die Historie stellt sie beim Öffnen in der aktuell ausgewählten Einheit dar.
Wie öffne ich Karten, Diagramme und Messzeiten?
Tippe in der Historie auf eine Fahrt. Karte, Benennung, Race-Zusammenfassung, Beschleunigungszeiten und vorhandene Rundenzeiten bleiben direkt zugänglich. Geschwindigkeits-, Höhen- und Beschleunigungsdiagramm, Replay, Distanzzeiten sowie GPX-, Wegpunkt- und Bewegungs-CSV-Export gehören zur Vollversion. Das Aktionsfenster zeigt nur Auswertungen sinnvoll an, für die die jeweilige Fahrt Daten enthält.
Warum ändern neue Einstellungen alte Fahrten nicht?
Beim Start einer Fahrt erzeugt Track4Facts eine unveränderliche Momentaufnahme der fachlich relevanten Konfiguration: Sprintbereiche, Reihenfolge und Auswahl der Live-Werte sowie aktive Ziel- und Zwischendistanzen. Beim Beenden werden Ergebnisse, Qualitätsstufen und Fehlerzustände gemeinsam mit dieser Konfiguration an der Fahrt gespeichert.
Dieses Snapshot-Prinzip entspricht einer Versionierung der Messdefinition. Spätere Änderungen an globalen Einstellungen können die Semantik historischer Daten nicht rückwirkend verändern. Einheiten sind davon getrennt: kanonische Werte bleiben metrisch gespeichert und werden nur für die aktuelle Darstellung konvertiert.
Wie behandelt die App ältere Aufzeichnungen?
Ältere Fahrten bleiben lesbar. Für die früher festen Sprintwerte 0–30, 0–50 und 0–100 werden vorhandene Altdaten in die neue Ergebnisdarstellung übernommen. Nicht erreichte Werte bleiben als Strich sichtbar.
Eine alte Fahrt ohne Distanz-Snapshot kann dagegen keine verlässlichen Distanzzeiten nachträglich erhalten, weil damalige Zielstrecken und Zwischenzeiten nicht gespeichert waren. Die App weist in diesem Fall ausdrücklich darauf hin, statt Werte zu erfinden.
Wie funktioniert das Replay?
Das Replay spielt die gespeicherten GPS-Punkte entlang der Karte zeitlich ab und synchronisiert dazu Geschwindigkeit und verfügbare Sprintinformationen. Die Pfeilrichtung wird aus einer stabilen Bewegungsrichtung zu nachfolgenden Punkten abgeleitet. Im Stillstand oder bei nahezu identischen Punkten bleibt die letzte plausible Richtung erhalten, damit der Marker nicht unruhig rotiert.
Wie benenne, exportiere oder lösche ich eine Fahrt?
Tippe die Fahrt an und wähle „Fahrt benennen“, um einen verständlichen Namen zu vergeben. Rohdatenexporte der Vollversion findest du im selben Aktionsfenster. Im Hochformat kannst du eine Historienzeile nach links wischen, um die Fahrt zu löschen.
Löschen entfernt die Fahrt samt zugehörigen GPS- und Bewegungsdaten dauerhaft aus der App. Für eine Sicherung kannst du vorher mit der Vollversion unter Einstellungen ein vollständiges Track4Facts-Backup exportieren; der Import einer vorhandenen Sicherung bleibt immer möglich.
Rundenanalyse
Was bedeuten „Theoretisch“ und „Konstanz“ über der Rundenliste?
„Theoretisch“ ist die Summe der schnellsten Zeit jedes einzelnen Sektors dieser Session, unabhängig davon, in welcher Runde sie gefahren wurde. Sie ist damit keine gefahrene Zeit, sondern eine untere Schranke aus bereits belegten Teilleistungen: Jeder Sektor wurde nachweislich so schnell zurückgelegt, nur nicht in derselben Runde. Der Eintrag unter der Karte nennt deshalb ausdrücklich, aus welcher Runde jeder beste Sektor stammt – die Angabe ist an den grün markierten Sektorkacheln nachprüfbar.
Der Wert erscheint nur, wenn mindestens zwei Runden vollständige Sektorsätze besitzen. Runden mit fehlender Sektorlinie tragen gar keine Sektorzeiten und gehen weder ein noch blockieren sie.
„Konstanz“ ist die empirische Standardabweichung der Rundenzeiten dieser Session, angegeben als ±-Wert in Sekunden. Sie beschreibt die Streuung, nicht das Niveau: Zwei Fahrer mit gleicher Bestzeit unterscheiden sich hier deutlich, wenn einer sie zufällig einmal traf und der andere sie wiederholt bestätigte.
Wie funktioniert der Rundenvergleich?
Zwei Runden werden über die zurückgelegte Distanz aufgetragen, nicht über die Zeit. Das ist die einzige Achse, auf der sie vergleichbar sind: Bei 800 Metern befinden sich beide in derselben Kurve, bei 40 Sekunden nicht. Beide Diagramme sind auf dieselbe Spanne und Beschriftungsbreite festgelegt, damit derselbe Meter untereinander liegt.
Die Zeitdifferenz an einem Punkt ist die verstrichene Zeit der verglichenen Runde minus die interpolierte verstrichene Zeit der Referenzrunde an derselben Distanz. Diese Interpolation ist dieselbe, die während der Fahrt die Live-Delta-Anzeige speist; Auswertung und Anzeige während der Fahrt können sich deshalb nicht widersprechen.
Der Hinweis auf den verlustreichsten Abschnitt misst über ein gleitendes Fenster von 100 Metern. Zwischen benachbarten Messpunkten gemessen wäre er bei 25 Hz ein Anderthalb-Meter-Fenster und würde Rauschen statt Bremspunkten finden; feste Kacheln würden eine Bremszone, die auf einer Kachelgrenze liegt, in zwei harmlose Hälften zerlegen.
Es werden keine zusätzlichen Daten aufgezeichnet: Jede Runde trägt Anfangs- und Endzeitpunkt, jeder Wegpunkt einen Zeitstempel. Die Runden werden daraus rekonstruiert, weshalb auch Sessions vergleichbar sind, die lange vor dieser Funktion aufgezeichnet wurden.
Was sagt die Kurvenanalyse – und was heißt „Verzögerung setzt ein“?
Eine Kurve wird nicht aus einem Streckenverlauf gelesen, den die App nicht kennt, sondern aus dem Fahrverhalten: ein Geschwindigkeitseinbruch von mindestens 12 km/h, der wieder ansteigt. Die Spur wird zuvor auf ein Fünf-Meter-Raster gelegt und über 25 Meter geglättet, damit die Fenster bei 10 Hz und bei 25 Hz dieselbe Bedeutung haben. Kurven werden zwischen zwei Runden über die Distanz zur Startlinie einander zugeordnet.
„Verzögerung setzt ein“ ist bewusst nicht „Bremspunkt“ genannt. Gemessen wird die Stelle, an der die geglättete Geschwindigkeit erstmals 2 km/h unter das Niveau der vorangehenden Geraden fällt. Gaswegnehmen, Luftwiderstand, Motorbremse und Gefälle verzögern ebenfalls, und Glättung wie Empfängerlatenz verschieben den erkannten Beginn um einige Meter. Belastbar ist die Differenz zwischen zwei Runden, weil beide Spuren identisch verarbeitet werden und der systematische Anteil sich aufhebt.
Aufgeführt werden nur Kurven ab 0,05 s Unterschied, die größten zuerst. Unterschiede unter fünf Metern und unter 1 km/h bleiben unerwähnt – sie liegen im Rauschen einer GPS-Spur.
Warum trennt der Vergleich Stillstand und Fahrzeit?
Auf einem geschlossenen Kurs kommt Stillstand nicht vor; auf öffentlicher Straße an jeder Kreuzung, und er überdeckt dann alles andere. Vierzig Sekunden Wartezeit an einer Ampel sind kein Fahrfehler, und eine Auswertung, die sie der nächstgelegenen Kurve zurechnet, ist schlechter als keine.
Ein Stillstand ist im Geschwindigkeitsprofil über der Distanz grundsätzlich unsichtbar: Stehen erzeugt Zeit, aber keine Distanz, und ist auf einer Distanzachse ein einziger Punkt. Er wird deshalb aus den verstrichenen Zeiten gelesen. Kurven und die Abschnittssuche überspringen Stellen, an denen eine der beiden Runden stand.
Die Kopfzeile teilt den Rückstand auf – etwa „36,9 s, davon 32,5 s Stillstand, 4,4 s gefahren“ – und ein Umschalter nimmt die Wartezeit auch aus der Delta-Kurve. Er erscheint nur, wenn tatsächlich gestanden wurde. Diese Trennung kann das Vorzeichen umkehren: Eine Runde kann insgesamt langsamer und in Fahrt schneller sein als die Bestzeit, wenn deren Rotphase kürzer war.
g-Kräfte
Was zeigt der Reibungskreis?
Die Haftung eines Reifens ist begrenzt und richtungsunabhängig: Ob sie für Bremsen, Beschleunigen oder Lenken aufgewendet wird, ist ihr gleich. Die Grenze ist deshalb näherungsweise ein Kreis, und Längs- und Querkraft addieren sich vektoriell. Jeder Punkt ist ein Moment der Fahrt; sein Abstand vom Ursprung ist die kombinierte Anforderung an die Haftung.
Die Form der Punktwolke ist die eigentliche Aussage. Wer geradeaus bremst, dann einlenkt, dann herausbeschleunigt, belegt nur die Achsen – die Diagonalen bleiben leer, obwohl dort Haftung verfügbar wäre. Wer bremsend einlenkt und beschleunigend herausfährt, füllt den Kreis. Die App beziffert das als Anteil der belasteten Momente, in denen Längs- und Querkraft gleichzeitig auftreten.
Auf öffentlicher Straße ist eine kreuzförmige Wolke normal und kein Mangel; auf der Rennstrecke bezeichnet die leere Diagonale ungenutztes Potenzial.
Wie wird „Berechnet“ ermittelt?
Ausschließlich aus der GPS-Spur. Die Längsbeschleunigung ist die zeitliche Ableitung der Geschwindigkeit. Die Querbeschleunigung folgt aus der Bahnkrümmung: Durch drei aufgezeichnete Positionen verläuft genau ein Kreis, dessen Radius r sich aus den Seitenlängen und der Dreiecksfläche ergibt (r = abc / 4A); mit der Geschwindigkeit v ist die Zentripetalbeschleunigung v²/r. Das Vorzeichen des Kreuzprodukts unterscheidet Links- von Rechtskurve.
Drei Bedingungen begrenzen das Verfahren. Die drei Punkte müssen mindestens sechs Meter auseinanderliegen – eine Viertelsekunde bei 30 km/h sind zwei Meter, und ein Meter Positionsrauschen darüber beschreibt einen Drei-Meter-Radius, also eine Kurve, die es nicht gab. Bei langsamer Fahrt wird deshalb das Zeitfenster verlängert statt der Messpunkt verworfen. Über Aufzeichnungslücken hinweg wird nichts gerechnet. Und da echte Kurvenlast andauert, während wanderndes Positionsrauschen das Vorzeichen wechselt, wird die Reihe über ein Fenster mediangefiltert.
Wie wird „Gemessen“ ermittelt?
Aus Core Motion des iPhones. Neue Fahrten zeichnen Gerätebeschleunigung, Schwerkraftrichtung und Drehrate auf. Track4Facts fordert 100 Hz an; wie schnell das Gerät wirklich liefert, wird aus den Sensorzeitstempeln bestimmt. Je 40 ms werden alle eingegangenen Werte gemittelt und als Reihe von höchstens 25 Hz gespeichert. Das dämpft hochfrequente Vibrationen und benötigt deutlich weniger Speicher als der volle Rohstrom, ist aber keine kalibrierte Referenzmessung für einzelne Stoßspitzen.
Die Fahrzeuglängsachse wird geschätzt, statt eine Telefonlage vorauszusetzen. In der waagerechten Ebene ist sie die Richtung, deren Sensorbeschleunigung zur geglätteten zeitlichen Änderung der GPS-Geschwindigkeit passt. Die Glättung passt sich an die tatsächliche GPS-Rate an: wiederholte iPhone-Geschwindigkeiten, echte 10-Hz-Werte und 25-Hz-Empfänger werden unterschiedlich behandelt. Zusätzlich sucht die App einen Zeitversatz von bis zu 1,5 Sekunden zwischen Sensor und GPS. Der Zusammenhang muss eine Mindeststärke erreichen und die Fahrt genügend echte Beschleunigung oder Verzögerung enthalten; ein bloß rechnerisch plausibler Zufallstreffer reicht nicht.
Bei älteren Aufzeichnungen, die nur die Gesamtbeschleunigung enthalten, wird die Schwerkraft abschnittsweise aus dem Langzeitmittel rekonstruiert. Besteht ein Abschnitt die Schwerkraft-, Dichte-, Dynamik- oder Übereinstimmungsprüfung nicht, wird er verworfen; reichen die übrigen Abschnitte nicht aus, erscheint die Sensoransicht bewusst nicht.
Warum fehlt „Gemessen“ manchmal ganz oder hat weniger Punkte?
Neue Fahrten speichern unabhängig von der g-Schwelle eine kompakte 25-Hz-Sensorreihe. Nur bei älteren Fahrten hängt die verfügbare Dichte noch von der damaligen Speicherschwelle ab; unterhalb von etwa drei Werten je Sekunde reicht sie nicht für eine gemessene Kurve.
Ganz fehlend, erster Grund: Das Telefon war nicht fest mit dem Fahrzeug verbunden. Wechselt seine Ausrichtung innerhalb eines Abschnitts, besteht die Schwerkraft- und Achsenprüfung nicht; ein loses oder während der Fahrt benutztes Telefon würde sonst scheinbare Längs- und Querkräfte erzeugen.
Ganz fehlend, zweiter Grund: Die Bewegungsspur enthält zu wenig nutzbare Beschleunigung oder die GPS-Geschwindigkeitsänderung ist zu lückenhaft, um Vorwärtsrichtung und Zeitversatz zuverlässig zu bestimmen. Ergeben weniger als sechs von zehn Abschnitten eine plausible Achse, zeigt die App lieber nur „Berechnet“ als einen zufällig passenden Sensorwert.
Warum zwei Verfahren, und was heißt die Übereinstimmung?
Weil sie unabhängig sind. Das eine liest die gefahrene Bahn, das andere misst, was das Fahrzeug erlebt hat; außer der Fahrt selbst teilen sie keine Annahme. Übereinstimmung ist dadurch eine echte Kontrolle und keine Selbstbestätigung.
Verglichen wird Moment für Moment, nicht Kennzahl gegen Kennzahl: Beide laufen mit unterschiedlicher Rate und durchlaufen unterschiedliche Filter, weshalb ihre Perzentile nicht dieselbe Größe sind. Die App paart die Messwerte zeitlich und gibt an, wie stark sie gemeinsam variieren.
Eine Abweichung ist nicht automatisch ein Fehler. Die gemessene Querkraft fällt systematisch niedriger aus, weil das Fahrzeug in der Kurve wankt und das Telefon sich mitneigt; ein Teil der Kraft steckt dann in dieser Neigung. Umgekehrt wird die berechnete Querkraft bei schwachem Empfang unzuverlässig. Weichen beide stark ab, ist das ein Hinweis auf bewegtes Telefon oder schlechten Empfang – und genau deshalb wird die Abweichung genannt und nicht verschwiegen.
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